Werfen Sie auch noch immer Geld aus dem Fenster? Oder besser gesagt Lebensmittel in den Müll? Wir verraten Ihnen, warum Sie besser heute als morgen damit aufhören sollten und welche Wirkung ein überlegter Umgang mit Lebensmittel auf Ihren wirtschaftlichen Erfolg hat. Wertvolle Tipps zur einfachen Umsetzung inklusive.

Was schätzen Sie, wie hoch ist der Anteil der Lebensmittel, die in den Müll wandern. Weltweit gesehen? Und wie viel davon wird von der Gastronomie verursacht? So viel schon vorab: Hoch. Sehr hoch. So hoch, dass es einfach zum Thema gemacht gehört. Ob jetzt von Mutter Erde im letzten Jahr, von United Against Waste, oder von uns. Nicht nur, weil uns die Ressourcen und die Umwelt am Herzen liegen. Sondern auch Sie. Denn Lebensmittelverschwendung schadet auch Ihrem Erfolg. Sie werfen ja nicht nur die Lebensmittel weg, sondern praktisch Ihr Geld.

Weltweit landen 1/3 der Lebensmittel auf dem Müll

Geschätzte 88 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Europäischen Union, oder rund 2 Millionen in der Schweiz. Davon werden 12% in der EU durch die Gastronomie verschuldet.

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Natürlich brauchen wir Ihnen jetzt nicht erzählen, warum Lebensmittel in der Gastronomie weg geschmissen werden. Weil das erleben Sie ja Tag für Tag. Viel spannender ist, wie Sie das in Zukunft vermeiden. Und warum sich das lohnt.

Wie ein überlegter Umgang mit Lebensmittel zu Ihrem Erfolg beiträgt

Sie können es sich wahrscheinlich denken. Lebensmittel kosten Geld. Sparen Sie sich Abfälle, sparen Sie sich Einkäufe. Die Kosteneinsparung ist dabei nicht zu unterschätzen!

In Österreich werden in der Gastronomie rund 200.000 Tonnen Lebensmittel im Jahr weggeschmissen.

„(…) für die gesamte Branche ein theoretisches Einsparungspotenzial von 395 Mio. Euro allein beim Wareneinsatz. Für Betriebe kann die maximale Kosteneinsparung je nach Zusammensetzung und Menge der Lebensmittelabfälle deutlich in den 6-stelligen Bereich gehen.
(Helmut Obergantschnig, Gastro-Data, Zitat auf der Website von United Against Waste, April 2017 ) 

Und nicht nur das: Auch die Entsorgung kostet. Alleine in den Wiener Gastronomiebetrieben fallen rund 7 Millionen Euro Kosten für die Entsorgung von Lebensmittelabfällen an.

Dass mit gezielten Maßnahmen also bares Geld gespart werden kann, liegt nahe. Und wurde auch von diversen Betrieben bewiesen. Beispielsweise vom Hotel Bevoir in der Schweiz. Das dank Beratung von United Against Waste in 3 Wochen die Abfälle um 30% reduzierte und so 3000 Franken im Monat einspart. Oder von der Schulthess Klinik, bei der sich die Ersparnis, dank Maßnahmen, auf 1000 Franken pro Monat beläuft.

Lebensmittelabfälle reduzieren lohnt sich also. Aber wie gehen Sie dabei am besten vor?

Tipps & Tricks zum Abfälle und Geld Sparen

Wir haben für Sie ein paar Tipps, mit denen Sie bares Geld sparen können und aktiv gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen:

  • Bieten Sie unterschiedliche Portionsgrößen an. Stichwort Kinder- oder Seniorenteller. Die Gästen wissen am besten, wie groß ihr Hunger ist.
  • Lassen Sie Ihre Gäste die Beilagen selbst auswählen. So kommt Unerwünschtes gar nicht auf den Teller und in weiterer Folge nicht in den Müll.
  • Spenden Sie übrig gebliebene Speisen oder Lebensmittel.
  • Überdenken Sie Ihre Portionsgrößen. Mit einer vernünftigen Größe vermeiden Sie Tellerreste und es bleibt noch Hunger für die Nachspeise.
  • Optimieren Sie Ihre Einkaufsplanung. Mit einer regelmäßigen Inventur bekommen Sie den nötigen Überblick, wie viel Sie wirklich brauchen. (Dazu interessant: unsere Tipps zu einer mühelosen Inventur)
  • Setzen Sie auf eine kleinere Karte und finden Sie heraus, welche Speisen auch konsumiert werden.
  • Bieten Sie Mitnahmeboxen für zu Hause an. Damit sparen Sie Geld bei der Entsorgung und die Lebensmittel werden später noch gegessen.
  • Nützen Sie technische Möglichkeiten wie Schockgefrieren oder Vakuumieren für Speisen, die Sie nicht ausgegeben haben. (mehr dazu in unserem Erfahrungsbericht zu Sous Vide nachzulesen)

Tipps fürs Buffet:

  • Passen Sie die Gebindegrößen an und verwenden Sie niedrige oder teilbare Gebinde. So können Sie die ausgegebenen Mengen besser steuern, der frische Eindruck bleibt erhalten.
  • Bezeichnen Sie alle Speisen. So weiß der Gast genau was er will und muss sich nicht erst durchkosten.
  • Reduzieren Sie die essbare Dekoration am Buffet.