Softwarestrategien für Gastronomen: Best of Breed vs. Komplettlösungen
Was unterscheidet Best of Breed von Komplettlösungen? Was ist die bessere Option und welche Zukunftstrends beeinflussen die Auswahl von...
Warenwirtschaftssystem für die Gastronomie auswählen: drei Fragen vor der Demo, zehn Kriterien von Artikelstamm bis Kassenabnahme, Auswahlprozess in fünf Schritten und die häufigsten Fehler. Für Betriebe mit mehreren Standorten.
Die meisten Auswahlverfahren für ein Warenwirtschaftssystem beginnen mit einer Funktionsliste und enden mit einer Demo, in der alles gut aussieht. Sechs Monate später stellt sich heraus, dass die Kasse nicht sauber angebunden ist, die Lieferanten ihre Preise nicht liefern und die Standorte weiter mit Excel arbeiten. Das Problem liegt selten am System, sondern an der Reihenfolge der Fragen.
Dieser Leitfaden beschreibt, wie ein Gastronomiebetrieb mit mehreren Standorten ein Warenwirtschaftssystem auswählt: welche Fragen vor der ersten Demo geklärt sein müssen, welche zehn Kriterien zählen, wie ein Pilot abgenommen wird und welche Fehler wir in Auswahlverfahren am häufigsten sehen. Wir bauen selbst ein Warenwirtschaftssystem, deshalb sagen wir an den Stellen, an denen es zutrifft, auch, wann ein anderes System besser passt.
Wie viele Standorte, wie viel Umsatz je Standort? Ein Warenwirtschaftssystem lohnt sich ab etwa einem Standort mit rund einer Million Euro Jahresumsatz. Darunter ist eine Inventur-App meist ausreichend. Den größten Effekt hat es bei mehreren Standorten, weil die Zentrale alle Häuser in denselben Zahlen vergleichen kann.
Welche Kasse, welche Lieferanten? Schreiben Sie beides auf, bevor Sie mit Anbietern sprechen: das Kassensystem je Standort und die zwanzig wichtigsten Lieferanten mit Anteil am Einkaufsvolumen. Die Antwort auf „Ist meine Kasse angebunden, sind meine Lieferanten im System?“ entscheidet mehr als jede Funktionsliste.
Was soll sich messbar ändern? Wareneinsatz senken, Bestellzeit reduzieren, Inventur verkürzen, Kennzeichnung absichern. Ein Ziel mit Zahl reicht: zum Beispiel Wareneinsatz je Standort um zwei Prozentpunkte innerhalb von sechs Monaten nach Rollout.
Kasse, Personalplanung und Buchhaltung sind eigene Systeme mit eigenen Spezialisten. Ein Anbieter, der alles verspricht, ist in jedem Teil Mittelmaß. Prüfen Sie stattdessen die Schnittstellen zu den Systemen, die Sie behalten wollen. FoodNotify ist bewusst keine Kasse, kein PMS und keine Buchhaltung; HACCP ist aktuell nicht enthalten.
Ein ausführlicher Vergleich mit Bewertungstabelle steht im Beitrag 6 beste Warenwirtschaftssysteme für die Gastronomie 2026.
Die Funktionsliste ist länger als die Anforderungsliste. Die Kasse wird erst nach Vertragsabschluss geprüft. Die Lieferanten werden nicht gefragt, ob sie Daten liefern. Der Pilot läuft ohne Abnahmekriterien und wird trotzdem ausgerollt. Und: Der Preis wird je Nutzer verglichen, obwohl in einer Kette dutzende Personen mit dem System arbeiten sollen; fragen Sie nach dem Preis je Standort ohne Nutzerbeschränkung.
FoodNotify Starter beginnt bei 174,90 Euro je Standort und Monat, Pro und Enterprise sind individuell, ohne Beschränkung der Nutzerzahl. Was das je Jahr rechnerisch bringt, lässt sich mit den eigenen Zahlen durchspielen: Wareneinsatz-Rechner. Die Annahmen stehen offen dabei.
Ab wann lohnt sich ein Warenwirtschaftssystem in der Gastronomie?
Ab etwa einem Standort mit rund einer Million Euro Jahresumsatz. Den größten Effekt hat es bei mehreren Standorten, weil die Zentrale alle Häuser vergleichen kann.
Was ist wichtiger: Funktionen oder Schnittstellen?
Schnittstellen. Kasse und Lieferanten entscheiden, ob die Zahlen stimmen. Funktionen ohne Daten sind Verwaltung.
Wie lange dauert die Einführung?
Bei FoodNotify vier bis sechs Wochen bei fünf Standorten: Kick-off, Artikelstamm durch FoodNotify, Trainings je Rolle, Pilot mit Kassenabnahme, Rollout.
Sollten wir nach Nutzern oder nach Standorten zahlen?
Nach Standorten. In einer Kette arbeiten Küche, Einkauf und Zentrale mit dem System; eine Nutzerbeschränkung führt dazu, dass Zugänge geteilt werden und die Nachvollziehbarkeit verloren geht.
Was passiert mit unseren Daten bei einem Wechsel?
Klären Sie vor Vertragsabschluss, dass alle Daten exportierbar sind: Artikel, Rezepte, Bewegungen, Inventuren. Was nicht exportierbar ist, gehört dem Anbieter.
Was unterscheidet Best of Breed von Komplettlösungen? Was ist die bessere Option und welche Zukunftstrends beeinflussen die Auswahl von...
Wir zeigen Ihnen, was Sie über die Auswahl Ihrer Lieferanten in der Gastronomie wissen müssen und wie digitale Lösungen die Beschaffung unterstützen.
Alexa, Siri & Co. für Hotels & Restaurants? Welche Möglichkeiten von Sprachsteuerung es schon gibt und wie die Zukunft aussieht, können Sie hier...
Damit Sie keine Updates und News zu Trends und Digitalisierung in der Gastronomie mehr verpassen, abonnieren Sie unseren Newsletter. So bekommen Sie nützliche Informationen direkt in Ihre Mailbox geliefert.