Digitalisierung

Den Gastrobetrieb digitalisieren: Diese 5 Fehler sollten Sie vermeiden

Wie setzt man digitale Lösungen richtig ein? Wir zeigen, wie Sie Ihren Gastrobetrieb erfolgreich digitalisieren und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Wussten Sie, dass laut dem Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/21 etwa ein Drittel aller deutschen Gastronomiebetriebe in Zukunft ihr Geschäftsmodell durch digitale Systeme und Dienste ausbauen wollen? Die Digitalisierung des eigenen Betriebs birgt großes Potenzial für Betreiber:innen. Doch es stellt sich die Frage: Wie geht man ein solches Vorhaben am besten an? Den eigenen Gastrobetrieb zu digitalisieren erfordert eine strukturierte Planung sowie gezielte Maßnahmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Projekt erfolgreich umsetzen und welche 5 Fehler Sie dabei unbedingt vermeiden sollten.


1. Alles muss schnell und mit wenigen Klicks funktionieren 

Ein grundlegender Fehler, der von vielen Entscheidungsträger:innen bei einem Projekt dieser Art gemacht wird, ist eine zu überstürzte Vorgehensweise. Der Umstieg auf digitale Systeme im eigenen Betrieb bildet einen fortlaufenden Prozess, der nicht von heute auf morgen geschehen kann. Betrachten Sie Ihr Vorhaben nicht als eine Aufgabe, die sofort wieder abgehakt werden kann, sondern vielmehr als ein Projekt, welches Vorbereitungszeit sowie ein gutes Maß an Geduld erfordert.

Definieren Sie im Vorfeld klare Einsatzfelder, die optimiert werden sollen und planen Sie unbedingt genug Zeit für Testphasen der neuen Systeme ein. Vor allem aber: Lassen Sie sich nicht von anfänglichen Schwierigkeiten verunsichern. Es handelt sich hierbei um einen Lernprozess, der Sie schrittweise zum Ziel führt.

2. Unüberlegte Auswahl des Anbieters

Die reine Anschaffung von einzelnen Softwareprogrammen reicht noch lange nicht aus, um Ihren Gastrobetrieb erfolgreich zu digitalisieren. Entscheidend ist neben der richtigen Auswahl technologischer Hilfsmittel auch die passende Auswahl des Anbieters. Sie sollten von Ihrem Anbieter nicht einfach nur ein Produkt verkauft bekommen, sondern verlässliche Ansprechpartner:innen haben, die Ihnen während des gesamten Implementierungsprozesses mit Support und Beratung zur Seite stehen.

3. Fehlende Schnittstellen zwischen den Systemen 

Ein wichtiges Kriterium, welches Sie bei der Auswahl der digitalen Hilfsmittel beachten sollten, ist deren Funktionalität. Das Zauberwort lautet Schnittstellen. Viele einzelne Systeme, die nicht miteinander kommunizieren, bewirken meist einen kontraproduktiven Effekt und führen schnell dazu, dass Sie den Überblick verlieren.

Achten Sie auf eine gute Systemkommunikation in Ihrem Gastrobetrieb

Deshalb ist es wichtig, dass Schnittstellen zwischen den Systemen gegeben sind und die Lösungen Ihres Anbieters auch mit jenen Systemen kompatibel sind, die Sie bereits im Betrieb nutzen. Grundsätzlich gilt: Je größer der Betrieb, desto stärker sollten Ihre digitalen Systeme miteinander vernetzt sein.

4. Das Personal wird nicht in den Prozess miteinbezogen 

Modernste Technologien am Arbeitsplatz werden Ihnen keinen Nutzen bringen, wenn Ihre Mitarbeiter:innen den Umgang damit nicht richtig beherrschen. Die Digitalisierung soll Ihr Personal in erster Linie unterstützen und auf keinen Fall eine Belastung darstellen. Deshalb ist eine vorbereitende Schulung für Ihre Mitarbeiter:innen unverzichtbar. 

Damit Ihnen die Umstellung des Personals auf die Digitalisierung optimal gelingt, empfehlen wir Ihnen unseren Fragebogen, mit den wichtigsten Kernfragen, die Sie sich in Vorbereitung auf dieses Projekt stellen sollten. 

5. Angst vor zu hohen Investitionskosten

Ein großer Zweifel, der nach wie vor bei vielen Gastronomiebetreiber:innen in Bezug auf die Digitalisierung besteht, ist die Angst vor zu hohen Investitionskosten. “Warum sollte ich so viel Geld in neue Technologien investieren? Es hat bis jetzt auch immer ohne funktioniert”, lautet dann das Argument. Ja, es kann sicherlich auch auf die alte Art und Weise funktionieren. Doch wird auf diesem Weg auch das Wachstum Ihres Betriebs gefördert?

Wie aus Befragungen hervorgeht, wurde vor allem durch die Corona-Krise deutlich, dass eine digitale Umstrukturierung positive Auswirkungen auf Gastronomiebetriebe hat:

72%

der Befragten konnten Ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Digitalisierung steigern.

68%

der Betriebe erreichten eine höhere Kundenzufriedenheit. 

 

Durch den Einsatz von digitalen Hilfsmitteln werden Ihre Mitarbeiter:innen entlastet und können den Fokus stärker auf andere Bereiche legen, beispielsweise die Betreuung der Gäste, was sich wiederum positiv auf Ihren Umsatz auswirkt.

Wie genau eine optimale Investition für Sie aussieht und wie hoch Ihre tatsächlich ersparten Kosten sind, die sich durch den Einsatz digitaler Technologien für Sie ergeben, können Sie mithilfe unseres Ersparniskalkulators ganz einfach berechnen. 


Am Ende profitieren alle von der Digitalisierung 

Wie Sie sehen, schafft es in sehr vielen Bereichen einen enormen Mehrwert den eigenen Gastrobetrieb zu digitalisieren. Sowohl Sie als Betreiber:in als auch Ihre Gäste und Mitarbeiter:innen profitieren schlussendlich vom Ergebnis. Wichtig ist, dass Sie sich von Anfang an die Zeit nehmen, dem Projekt Ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen, um die genannten Fehler gezielt zu vermeiden. Dann steht der digitalen Zukunft Ihres Betriebes auch nichts mehr im Weg.

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