Gastro Know-how

F&B-Prozesse in Hotelketten zentral steuern 2026

So steuern Sie F&B-Prozesse in Hotelketten zentral: Bestellprozesse, Rezeptstandards und Warenwirtschaft standortübergreifend vereinheitlichen.

Bleiben Sie up to date über Hospitality News & Trends

Subscribe

Hotelketten mit mehreren F&B-Outlets stehen vor einer operativen Grundsatzfrage: Wie steuern Sie Bestellprozesse, Rezepturen und Wareneinsatz über alle Standorte einheitlich, ohne die lokale Flexibilität zu verlieren? Wenn jedes Haus eigene Lieferant:innen pflegt, Rezepte unterschiedlich kalkuliert und Lagerbestände isoliert verwaltet, entstehen Datensilos. Kostenkontrolle und Qualitätssicherung werden dadurch erheblich schwieriger. FoodNotify unterstützt als zentrale F&B-Prozesssteuerung für Hotelketten genau diesen Bedarf: Bestellungen, Rezepte und Warenwirtschaft laufen über eine Plattform, die alle Häuser verbindet.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre F&B-Prozesse standortübergreifend aufsetzen. Von der Ist-Analyse über Rollen und Verantwortlichkeiten bis zur technischen Integration erfahren Sie, welche Datenflüsse nötig sind, wie Rezeptstandards funktionieren und worauf Sie beim Rollout achten sollten.

Key Takeaways: F&B-Prozesse in Hotelketten zentral steuern 2026

  • Zentrale F&B-Prozesssteuerung senkt den Wareneinsatz, weil alle Häuser mit denselben Einkaufsdaten und Rezeptkalkulationen arbeiten.
  • Ein gemeinsamer Artikelstamm macht Standortvergleiche erst aussagekräftig, da Kennzahlen auf identischen Produktdaten basieren.
  • Rezeptstandardisierung sichert Qualität und LMIV-Konformität über alle Outlets, vom Restaurant bis zum Bankettbereich.
  • FoodNotify verbindet Bestellung, Rezepte und Warenwirtschaft auf einer Plattform für alle Standorte einer Hotelkette.
  • Ein stufenweiser Rollout mit Pilothaus reduziert Risiken und beschleunigt die Akzeptanz im gesamten Team.

Warum Hotelketten eine zentrale F&B-Steuerung brauchen

Ein Hotel ist kein Einzelrestaurant. Restaurant, Bar, Bankett, Frühstück und Roomservice sind eigenständige Kostenstellen mit eigenen Lagerbeständen und Speisekarten. Wenn jedes Outlet und jedes Haus eigene Prozesse pflegt, fehlt der Zentrale die Vergleichbarkeit.

Typische Folgen dezentraler Strukturen: Der Wareneinsatz schwankt von Haus zu Haus, weil unterschiedliche Einkaufspreise und Rezepturen gelten. Allergenkennzeichnungen weichen voneinander ab. Und das Controlling basiert auf Zahlen, die nicht zueinander passen.

Für F&B-Verantwortliche in österreichischen Hotelketten ist das besonders relevant. Steigende Lebensmittel- und Personalkosten drücken die Margen. Wer hier keine Transparenz hat, trifft Entscheidungen auf Basis von Bauchgefühl statt belastbarer Daten.

Zusätzlich wachsen die regulatorischen Anforderungen. Die LMIV verlangt korrekte Allergen- und Nährwertkennzeichnung an jedem Standort. Wenn jedes Haus eigene Rezeptdaten pflegt, steigt das Risiko für Fehler und rechtliche Konsequenzen. Bei einer Hotelkette mit zehn Häusern und jeweils vier Outlets summieren sich solche Inkonsistenzen schnell zu einem ernsthaften Compliance-Problem.

Was genau bedeutet zentrale F&B-Prozesssteuerung?

Zentrale F&B-Prozesssteuerung beschreibt ein Betriebsmodell, bei dem Bestellungen, Rezepturen, Warenwirtschaft und Auswertungen über alle Standorte einer Hotelkette in einem System zusammenlaufen. Die Steuerung erfolgt über einheitliche Stammdaten, definierte Rollen und klare Datenflüsse.

Das Ziel: Jedes Haus arbeitet mit denselben Artikeln, denselben Rezeptkalkulationen und denselben Auswertungen. Lokale Anpassungen bleiben dort erhalten, wo sie Sinn ergeben, etwa bei regionalen Lieferant:innen oder saisonalen Gerichten.

Die Abgrenzung zu einem reinen ERP-System ist wichtig. ERP-Systeme decken Buchhaltung, Personalplanung und Controlling ab. Eine F&B-Plattform wie FoodNotify konzentriert sich auf die operativen Prozesse im Food-and-Beverage-Bereich: Beschaffung, Rezepte, Lager und Auswertungen.

Der Unterschied zeigt sich in der Tiefe: Eine F&B-Plattform kennt Rezepte auf Zutatenebene, kalkuliert Wareneinsatz pro Gericht und verfolgt Allergene automatisch. Ein ERP sieht diese Daten bestenfalls als aggregierte Buchungsposten.

Welche Bausteine gehören zur zentralen F&B-Steuerung?

Gemeinsamer Artikelstamm als Fundament

Ein Artikel existiert nur einmal im System, mit einer eindeutigen Nummer, Lieferantenpreisen und LMIV-Daten. Alle Häuser greifen auf denselben Stamm zu. Das macht Preisvergleiche und Rahmenverträge erst durchsetzbar.

Ohne einheitlichen Artikelstamm vergleichen Sie Äpfel mit Birnen: Haus A bucht Mehl unter einer Bezeichnung, Haus B unter einer anderen. Die Zentrale sieht Zahlen, die nichts aussagen. FoodNotify importiert Produktdaten direkt von Lieferant:innen, inklusive Preise, Allergene, Nährwerte und Verpackungsgrößen.

Standortübergreifende Bestellprozesse einrichten

Jedes Outlet bestellt über dieselbe Plattform bei den freigegebenen Lieferant:innen. Sortimentseinschränkungen verhindern, dass einzelne Standorte an Rahmenverträgen vorbei einkaufen. Die Zentrale sieht in Echtzeit, wer was bestellt hat.

Der Effekt: weniger Fehlbestellungen, geringerer Wareneinsatz und vollständige Nachvollziehbarkeit vom Einkauf bis zum Teller. Smart Lists beschleunigen den täglichen Bestellvorgang zusätzlich, weil häufig benötigte Artikel vorgruppiert sind.

Rezeptstandardisierung über alle Outlets

Rezepte werden zentral angelegt und mit aktuellen Lieferantenpreisen kalkuliert. Jede Änderung an einer Zutat aktualisiert automatisch den Wareneinsatz aller verknüpften Rezepte. Allergene, Nährwerte und CO2-Daten sind im Rezeptmanagement automatisch hinterlegt.

Das sichert nicht nur die LMIV-Konformität, sondern auch die Qualität. Gäste bekommen in jedem Haus dasselbe Gericht in derselben Qualität, weil Zutaten, Mengen und Zubereitungsschritte dokumentiert sind. Ändert sich ein Lieferantenpreis, erhalten Sie eine Benachrichtigung, sobald der Wareneinsatz den definierten Grenzwert überschreitet.

Zentrale Warenwirtschaft mit Outlet-Zuordnung

Restaurant, Bar und Bankett führen jeweils ein eigenes Lager. Warenbewegungen zwischen Outlets werden als Umbuchungen erfasst. Der Wareneinsatz bleibt dem Outlet zugeordnet, das die Ware tatsächlich verbraucht.

Die Warenwirtschaft liefert Soll-Ist-Vergleiche je Outlet. Wenn die Bar 5 Prozentpunkte über dem Soll-Wareneinsatz liegt, sieht die Zentrale das sofort. Inventuren laufen per App mit Barcode-Scan und Teilmengenerfassung, auch im Kühlhaus mit schwachem Empfang dank Offline-Modus.

Standortübergreifendes Reporting und Analytics

Kennzahlen wie Wareneinsatzquote, Bestellvolumen pro Lieferant:in und Food Waste werden je Outlet, je Haus und über die gesamte Gruppe ausgewertet. Das Analytics-Modul zeigt Abweichungen in Echtzeit und ermöglicht es Ihnen, rechtzeitig gegenzusteuern.

Vergleichbare Daten über alle Standorte sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Ohne sie bleibt Optimierung ein Ratespiel. Predictive Analytics geben Ihnen zusätzlich Einblicke, wohin sich Kennzahlen entwickeln.

Wie setzen Sie standortübergreifende Bestellprozesse auf?

Schritt 1: Lieferantenlandschaft erfassen

Listen Sie alle Lieferant:innen aller Häuser auf. Identifizieren Sie Überschneidungen und Rahmenverträge. Prüfen Sie, welche Lieferant:innen digitale Kataloge bereitstellen und welche manuell angelegt werden müssen.

Tipp: Beginnen Sie mit den Großhändler:innen, die die meisten Häuser beliefern. Diese bieten oft bereits digitale Schnittstellen. Regionale Lieferant:innen werden im zweiten Schritt integriert.

Schritt 2: Sortimente und Freigaben definieren

Legen Sie fest, welche Artikel jedes Outlet bestellen darf. Sortimentseinschränkungen verhindern unkontrollierte Einkäufe und stellen sicher, dass Rahmenverträge eingehalten werden.

Definieren Sie Freigabeprozesse: Wer darf bestellen? Wer gibt frei? In vielen Hotelketten bestellt die Küche eigenständig, während der Einkauf die Freigabe erteilt. Diese Rollen sollten im System abgebildet sein.

Schritt 3: Warenannahme digitalisieren

Die Warenannahme prüft die Lieferung gegen die Bestellung. Abweichungen bei Menge oder Preis werden sofort erfasst. Das spart den manuellen Abgleich am Monatsende und reduziert Reklamationsaufwand.

Bei FoodNotify prüft die BEAM-Funktion eingehende Rechnungen automatisch gegen Bestellung und Katalogpreis. Differenzen werden markiert, bevor die Rechnung in die Buchhaltung geht.

Schritt 4: KPIs für den Bestellprozess einrichten

Definieren Sie Auswertungen für den Bestellprozess: Bestellvolumen pro Lieferant:in, Liefertreue, Preisabweichungen. Diese Kennzahlen machen sichtbar, wo Optimierungspotenzial liegt und ob Rahmenverträge den erwarteten Effekt bringen.

Wie funktioniert Rezeptstandardisierung in der Praxis?

Rezeptstandardisierung bedeutet nicht, dass jedes Haus exakt dieselbe Speisekarte führt. Sie bedeutet, dass gemeinsame Rezepte einheitlich kalkuliert, dokumentiert und aktualisiert werden.

In der Praxis sieht das so aus: Die Zentrale legt ein Stammrezept mit Zutaten, Mengen, Zubereitungsschritten und Portionsgröße an. Lieferantenpreise fließen automatisch ein. Wenn sich der Preis einer Zutat ändert, aktualisiert sich der Wareneinsatz aller betroffenen Rezepte sofort.

Lokale Varianten sind als Kopien des Stammrezepts möglich. Ein Haus in Wien verwendet regionalen Sauerteig, ein Haus in Salzburg eine andere Sorte. Die Grundstruktur und Kalkulation bleiben vergleichbar. So bewahren Sie lokale Identität, ohne die Steuerbarkeit zu verlieren.

Für die LMIV-Konformität ist das ein großer Schritt. Allergene und Zusatzstoffe werden automatisch aus den Zutatendaten gezogen. Das reduziert Fehler bei der Kennzeichnung erheblich und schützt Ihren Betrieb vor Haftungsrisiken.

Welche Rollen und Verantwortlichkeiten braucht die zentrale Steuerung?

Ein zentrales System funktioniert nur mit klar definierten Verantwortlichkeiten. Diese Rollen haben sich in der Praxis bewährt:

F&B-Director (Zentrale): Definiert Standards, überwacht Kennzahlen, verhandelt Rahmenverträge. Hat Zugriff auf alle Häuser und Outlets im Reporting.

Einkaufsleiter:in (Zentrale oder pro Haus): Pflegt den Artikelstamm, gibt Bestellungen frei, überwacht Sortimentseinschränkungen und prüft Lieferantenkonditionen.

Küchenchef:in (pro Haus): Erstellt und pflegt Rezepte, führt die Warenannahme durch, verantwortet den Wareneinsatz im eigenen Outlet und meldet Abweichungen.

Operative Teams: Bestellen über die App, führen Inventuren durch, melden Warenbewegungen zwischen Outlets. Die App ist so gestaltet, dass auch neue Teammitglieder ohne lange Schulung starten können.

Welche Datenflüsse sind für die zentrale Steuerung nötig?

Daten fließen in einem zentralen F&B-System in mehrere Richtungen. Das Verständnis dieser Flüsse ist entscheidend für eine erfolgreiche Einführung.

Von den Lieferant:innen ins System: Produktdaten, Preise, Allergene, Verpackungsgrößen. Bei digital angebundenen Lieferant:innen geschieht das automatisch. FoodNotify arbeitet mit über 1.000 Lieferant:innen zusammen, 126 davon per direkter Schnittstelle.

Vom System an die Lieferant:innen: Bestellungen gehen direkt aus der Plattform an die Lieferant:innen. Kein Telefonat, keine separate E-Mail, kein Fax.

Zwischen Kassensystem und F&B-Plattform: Verkaufsdaten fließen zurück, um den theoretischen Wareneinsatz (Soll) gegen den tatsächlichen (Ist) abzugleichen. Erst diese Integration macht Schwund und Kalkulationsfehler sichtbar.

Zwischen Buchhaltung und F&B-Plattform: Rechnungsdaten werden abgeglichen. Ein automatischer Drei-Wege-Abgleich zwischen Bestellung, Lieferschein und Rechnung spart Zeit und verhindert Fehler. Die offene API-Architektur von FoodNotify ermöglicht die Anbindung an gängige ERP- und Buchhaltungssysteme.

Wie unterscheiden sich Oracle, Apicbase und Gastronovi?

Der Markt für F&B-Software in der Hotellerie umfasst unterschiedliche Ansätze. Ein Blick auf drei häufig genannte Anbieter hilft bei der Einordnung.

Oracle bietet mit MICROS Simphony ein POS-System, das auf große Hotelketten ausgerichtet ist. Der Schwerpunkt liegt auf dem Kassenbetrieb und der Integration in das hauseigene PMS-Ökosystem. Für F&B-Prozesse wie Rezeptmanagement oder Warenwirtschaft auf Outlet-Ebene brauchen Sie zusätzliches Customizing. Oracle richtet sich in erster Linie an Enterprise-Ketten mit eigener IT-Abteilung.

Apicbase fokussiert sich auf F&B-Management für Multi-Standort-Betriebe und deckt Rezepte, Einkauf und Inventur ab. Die Plattform hat ihren Ursprung in Belgien und Referenzen im europäischen Hotelmarkt. Die Stärke liegt im Bereich Back-of-House-Management, die POS-Integration erfolgt über Drittanbieter.

Gastronovi bietet ein modulares Kassensystem mit Erweiterungen für Bestellmanagement und Küchenabläufe. Der Fokus liegt auf dem deutschsprachigen Gastronomie-Markt, mit Anbindung an Hotelsoftware. Im Bereich standortübergreifende Warenwirtschaft ist die Plattform stärker auf Einzelstandorte ausgerichtet.

FoodNotify unterscheidet sich durch den spezialisierten F&B-Fokus für Hotelgruppen: Einkauf, Rezepte, Warenwirtschaft, Analytics und Catering laufen auf einer Plattform mit outlet-genauer Zuordnung. Die offene API-Architektur verbindet POS, ERP und Buchhaltung, ohne diese zu ersetzen. Über 400 Unternehmen vertrauen bereits auf die Plattform.

Wie gelingt der Rollout über mehrere Standorte?

Phase 1: Kick-off und Zieldefinition

Definieren Sie klare Ziele: Soll-Wareneinsatz senken, Bestellprozesse vereinheitlichen, LMIV-Konformität sicherstellen. Benennen Sie eine zentrale Ansprechperson für die Einführung. Dokumentieren Sie den Ist-Zustand aller Häuser, damit Sie nach dem Rollout messen können, was sich verändert hat. Welche Kennzahlen liegen heute vor? Wo gibt es Lücken?

Phase 2: Artikelstamm aufbauen

Kataloge der Lieferant:innen werden eingespielt. Lieferant:innen ohne digitale Anbindung werden manuell angelegt. Dieser Schritt ist die Basis für alles Weitere und verdient besondere Sorgfalt. Bei FoodNotify übernimmt das Onboarding-Team die Aufbereitung der Lieferantendaten.

Phase 3: Pilothaus starten

Ein Haus geht zuerst live. Hier testen Sie Bestellprozesse, Warenannahme, Inventur und die Anbindung an das Kassensystem. Erst wenn die Kassendaten je Outlet stimmen, gilt der Pilot als abgenommen.

a&o Hostels hat diesen Weg mit FoodNotify gewählt und im Pilothaus Berlin Mitte gestartet. Die Inventurzeit halbierte sich, und das Feedback der Teams war durchgehend positiv.

Phase 4: Rollout auf weitere Häuser

Mit den Vorlagen aus dem Pilothaus rollen Sie die Prozesse auf die weiteren Standorte aus. Rechte, Kostenstellen und Sortimentseinschränkungen werden übertragen. Bei FoodNotify dauert die Einführung für fünf Häuser vier bis sechs Wochen.

Phase 5: Optimierung und laufende Betreuung

Nach dem Rollout beginnt die Feinarbeit: Schwellenwerte für Wareneinsatz-Alerts setzen, Reporting-Dashboards anpassen, Teams in der täglichen Nutzung der digitalen Inventur begleiten. Schulungen sollten nach Rollen aufgeteilt sein: Küche, Bar, Einkauf und Zentrale haben unterschiedliche Anforderungen.

Welche typischen Fehler sollten Hotelketten vermeiden?

Einige Stolpersteine tauchen bei der Zentralisierung von F&B-Prozessen immer wieder auf. Hier die häufigsten.

Artikelstamm nicht sauber aufsetzen. Wenn Artikel doppelt oder mit unterschiedlichen Einheiten existieren, sind Standortvergleiche wertlos. Investieren Sie genug Zeit in den Aufbau des Stamms, bevor Sie mit Bestellungen starten.

Zu viel auf einmal einführen. Bestellung, Rezepte, Inventur und Reporting gleichzeitig auszurollen überfordert die Teams. Ein stufenweiser Ansatz funktioniert besser: erst bestellen, dann Rezepte, dann Inventur.

Kein Change Management. Digitale Werkzeuge ersetzen eingespielte Abläufe. Wer die Teams nicht mitnimmt, erntet Widerstand. Laut der ÖHV-Technologieumfrage (2025) sehen viele österreichische Hotelbetriebe die Einbindung der Mitarbeiter:innen als entscheidenden Erfolgsfaktor bei der Digitalisierung.

Kassensystem nicht anbinden. Ohne die Verknüpfung zwischen POS und Warenwirtschaft fehlt Ihnen der Soll-Ist-Vergleich. Dieser Abgleich ist die Basis für jede ernsthafte Wareneinsatz-Optimierung.

Regionale Lieferant:innen vergessen. Viele Hotelketten beziehen Frischware regional. Wenn diese Lieferant:innen nicht im System abgebildet sind, bleibt ein blinder Fleck im Einkaufs-Controlling.

Wie messen Sie den Erfolg der zentralen F&B-Steuerung?

Definieren Sie messbare KPIs, bevor Sie starten. Nur so können Sie den Fortschritt bewerten.

Wareneinsatzquote je Outlet: Der Anteil der Warenkosten am Umsatz. Vergleichen Sie Soll (aus Rezeptkalkulationen und Kassendaten) mit Ist (aus Inventur und Warenannahme). Dieser Vergleich zeigt Ihnen, wo Schwund, Fehlportionierung oder Kalkulationsfehler sitzen.

Bestellvolumen je Lieferant:in: Zeigt, ob Rahmenverträge eingehalten werden und wo Bündelungspotenzial besteht. Wenn einzelne Häuser bei Lieferant:innen bestellen, die nicht im Rahmenvertrag stehen, wird das hier sichtbar.

Food Waste pro Standort: Erfassen Sie Lebensmittelabfälle systematisch. FoodNotify bietet dafür einen Food-Waste-Report, der tägliche Entsorgungsmengen dokumentiert. a&o Hostels nutzt diese Funktion, um Überproduktion beim Frühstücksbuffet gezielt zu reduzieren.

Inventurgenauigkeit: Die Differenz zwischen Buchbestand und gezähltem Bestand. Hohe Abweichungen deuten auf Schwund, fehlende Umbuchungen oder Buchungsfehler hin. Bei der Bar sind offene Flaschen ohne Umbuchung eine häufige Ursache, bei der Küche nicht dokumentierte Warenbewegungen zum Bankett.

Zeitaufwand für Inventur und Bestellprozess: Wie viele Stunden benötigen die Teams pro Inventur? a&o Hostels konnte diesen Wert mit der digitalen Inventur um bis zu 50 % senken.

Nachhaltigkeit und zentrale Einkaufssteuerung

Zentrale Einkaufssteuerung hat einen direkten Effekt auf die Nachhaltigkeit Ihrer Hotelkette. Wenn Bestellmengen auf tatsächlichen Bedarfen basieren und nicht auf Schätzungen, sinkt die Überproduktion. Weniger Überproduktion bedeutet weniger Food Waste.

FoodNotify berechnet automatisch den CO2-Fußabdruck Ihrer Rezepte, basierend auf wissenschaftlichen Daten der Partner-Erweiterung Eaternity. Das gibt Ihnen eine belastbare Grundlage für Nachhaltigkeitsberichte und Gästekommunikation.

Für österreichische Hotelketten, die zunehmend nach ESG-Kriterien bewertet werden, ist das ein relevanter Wettbewerbsfaktor. Gäste achten auf Nachhaltigkeit bei der Buchungsentscheidung, und Investoren fordern messbare Kennzahlen. Zentrale F&B-Steuerung liefert beides.

Fazit: Zentrale F&B-Steuerung als strategischer Vorteil

Zentrale F&B-Prozesssteuerung ist kein IT-Projekt. Es ist eine strategische Entscheidung, die bestimmt, wie transparent, effizient und vergleichbar Ihre Hotelkette arbeitet. Die Bausteine sind klar: ein gemeinsamer Artikelstamm, standardisierte Bestellprozesse, einheitliche Rezepturen und outlet-genaue Warenwirtschaft.

Der Weg dorthin beginnt mit einem Pilothaus und klaren Zielen. Die Technologie dafür existiert. FoodNotify gibt Ihnen die Plattform, um Einkauf, Rezepte, Lager und Reporting über alle Standorte und Outlets zu verbinden. Mehr als 400 Unternehmen arbeiten bereits damit. Der nächste Schritt liegt bei Ihnen.

FAQs: F&B-Prozesse in Hotelketten zentral steuern

Was ist zentrale F&B-Prozesssteuerung für Hotelketten?

Zentrale F&B-Prozesssteuerung bedeutet, Bestellungen, Rezepte und Warenwirtschaft aller Standorte über ein gemeinsames System zu steuern. FoodNotify bündelt diese Prozesse auf einer Plattform, sodass alle Häuser mit einheitlichen Daten und Kalkulationen arbeiten.

Wie lange dauert die Einführung einer zentralen F&B-Plattform?

Bei FoodNotify dauert die Einführung für fünf Häuser vier bis sechs Wochen. Ein Pilothaus startet zuerst. Erst nach erfolgreicher Abnahme folgen die weiteren Standorte mit denselben Vorlagen und Berechtigungen.

Können Restaurant, Bar und Bankett getrennt ausgewertet werden?

Ja. In FoodNotify ist jedes Outlet eine eigene Kostenstelle mit eigenem Lager. Bestellungen, Inventur und Wareneinsatz laufen je Outlet. Die Auswertung ist je Haus und über die gesamte Gruppe abrufbar.

Welche Kassensysteme lassen sich anbinden?

FoodNotify bindet POS-Systeme wie Lightspeed, LINA und APRO im Standard an. Weitere Kassen werden über die offene API integriert. Die Kassendaten fließen in den Soll-Ist-Vergleich des Wareneinsatzes ein.

Wie hilft Rezeptstandardisierung bei der LMIV-Konformität?

FoodNotify zieht Allergene, Zusatzstoffe und Nährwerte automatisch aus den Zutatendaten und hinterlegt sie in jedem Rezept. Ändert sich eine Zutat, aktualisieren sich alle verknüpften Rezepte und Speisekarten automatisch.

Funktioniert die zentrale Steuerung auch mit regionalen Lieferant:innen?

Ja. FoodNotify arbeitet mit über 1.000 Lieferant:innen zusammen, darunter regionale Anbieter:innen und Großhändler:innen. Jedes Haus bestellt bei den freigegebenen Lieferant:innen, die Zentrale behält den Überblick über alle Einkäufe.

Ähnliche Artikel

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Damit Sie keine Updates und News zu Trends und Digitalisierung in der Gastronomie mehr verpassen, abonnieren Sie unseren Newsletter. So bekommen Sie nützliche Informationen direkt in Ihre Mailbox geliefert.