Wie Sie wahrscheinlich wissen, treibe ich mit meinem Unternehmen FoodNotify die dringend nötige Digitalisierung der Lebensmittelbranche voran und beschäftige mich mit der Zukunft der Gastronomie und ihren digitalen Trends. Zu ihnen gehört ein Trend, der nicht die große Bühne PR-wirksamer Zukunftsvisionen stürmt. Sondern der schon heute im Daily Business passiert, direkt in den Betrieben, und der vor allem auch für die Groß- und Konzeptgastronomie sehr nützlich ist. Verglichen mit den Visionen 4.0 fliegt dieser Trend fast ein wenig unter dem Radar – und ist doch so elementar wichtig: Betriebswirtschaftlichkeit durch digital vernetzte Kassensysteme.

Mehr wissen heißt mehr rausholen

Um zu erkennen, wohin sich die Wirtschaftlichkeit des Betriebes entwickelt, braucht es keinen Blick in die Kristallkugel oder das Engagement von Zukunftsforschern. Es genügen zunächst mal die Key Performance Indicator (KPI) – sehr wichtige und verständliche Leistungskennzahlen, mit denen dargestellt wird, wie effizient und effektiv der tägliche Gastronomiebetrieb arbeitet. Hier stets den Überblick zu behalten, ist für Betriebe vor allem mit mehreren Standorten eines der wichtigsten Erfolgsrezepte. Und eine der wichtigsten Zutaten hierfür ist wiederum die Vernetzung aller relevanten Arbeitsprozesse miteinander. Dies gelingt am besten wenn Registrierkasse und Warenwirtschaft miteinander gekoppelt sind. Digital. Über Schnittstellen.

Damit werden die wichtigsten KPI wie Wareneinsatz (idealerweise zwischen 25% – 35%), Deckungsbeitrag und Lagerbestand für jeden Betriebsstandort immer in Echtzeit einsehbar, analysierbar und kalkulierbar. Man sieht genau, wie viele Speisen und Getränke über die Theken gehen und welche Bestellungen zu den Rennern oder Pennern gehören. Speisekarten diesbezüglich zu optimieren, ist dann keine große Hexerei mehr. Zudem wird gezeigt, wie produktiv jeder Mitarbeiter pro Standort, Team, Schicht und gesamtem Arbeitstag ist, wie viel Umsatz jeder Mitarbeiter macht und wie gewinnbringend er damit für das Unternehmen ist. Ebenso exakt ist nachvollziehbar, wie viel Umsatz die Gäste pro Tag machen – was auch darüber Auskunft gibt, wie es um die Servicequalität des Personals steht und wo gegebenenfalls nachgebessert werden sollte.

Doch damit nicht genug. Es ist auch ein Leichtes auszuwerten, welche Öffnungstage gar nicht, nur mittelprächtig oder ausgesprochen gut laufen. So lassen sich Rückschlüsse auf saisonale Aspekte wie Ferien, Feiertage oder Schlechtwetterzeiten gewinnen – und Personal kann so eingeplant und eingestellt werden, wie es der zu erwartenden Lokalauslastung tatsächlich bedarf. Personalkosten also dort einzusparen, wo es wirklich sinnvoll ist, wird mit digital vernetzten Kassensystemen schnell und einfach deutlich.

Und natürlich, die Personalkosten: Zusammen mit dem Wareneinsatz sind sie die Prime Costs, der größte Kostenblock überhaupt. Gerade darauf bezogen sind digital vernetzte Kassensysteme äußerst wertvoll, da mit ihnen viel einfacher die ideale Prime Cost-Spanne von 55% bis 65% im Verhältnis zum Umsatz eingehalten werden kann.

FoodNotify und Gastrofix auf der Internorga

All das leisten digitale Kassensysteme in Verbindung mit der digitalen Warenwirtschaft. Eine punktgenaue Einnahmen-Ausgaben-Analyse ist somit umfassend, einfach und effizient möglich – sie ist somit die Basis für hohe Wirtschaftlichkeit jedes Gastronomiebetriebes. Mein Unternehmen FoodNotify arbeitet deshalb mit renommierten Anbietern digitaler Kassensysteme zusammen, namentlich zum Beispiel Gastrofix, Amadeus 360, ready2order, orderbird und Tipos.

Unsere Kooperation mit Gastrofix wird für alle interessierten Gastronomen übrigens live erlebbar – mit einem gemeinsamen Messesstand vom 15. bis 19.03. auf der INTERNORGA in Hamburg. Für mich und mein Team ist diese Leitmesse ein Pflichttermin, um Profis und Entscheider zu treffen und mit ihnen über Neuerungen und Trends zu sprechen. Seien es digitale Kassensysteme und ebenso vernetzte Betriebe, seien es Blockchains und andere Zukunftstechnologien. Und so lade ich Sie herzlich zu einem persönlichen Gespräch auf der INTERNORGA ein. Es ist mir ein besonderes Anliegen. Für Ihren Betrieb und für die Gastronomie im Ganzen.

Herzlichst,
Ihr Thomas Primus

Thomas Primus

CEO & Co-Founder von FoodNotify

Der studierte Betriebswirt Thomas Primus mit großer Leidenschaft für Lebensmittel, IT und Gamification kehrte 2013 der Finanzindustrie den Rücken. 2014 gründete er mit 3 Partnern sein eigenes Unternehmen, FoodNotify. Das IT-Unternehmen entwickelt cloud-basierte, unabhängige digitale Lösungen für die Gastronomie-Branche und gilt als Pionier bei der Digitalisierung der Lebensmittelbranche und von Lebensmitteldaten. Sein Steckenpferd ist die Vorhersage von Warenflüssen in der Gastronomie.