Renner, Penner, Gewinner, Verlierer. Schon einmal davon gehört? Wahrscheinlich, denn kaum jemand in der Gastronomie kommt um die sogenannte Renner Penner Analyse herum. Gut so, denn die Speisekartenanalyse ist eine wesentliche Orientierungshilfe bei Ihren Sortiments- sowie Preisentscheidungen. Wir verraten Ihnen alles, was Sie darüber wissen müssen!

Was ist die Renner Penner Analyse?

Die Renner Penner Analyse ist ein gängiges Marketingmodell. Nur, dass in der Marketingbranche nicht von Rennern oder Pennern die Rede ist, sondern von Cash Cows oder Poor Dogs. Das Prinzip bleibt das Gleiche: Ausgehend vom Deckungsbeitrag und Verkaufsmix wird das Angebot – in Ihrem Fall die Speisekarte – bewertet. Wie es im Wirtschaftslexikon so schön heißt ist die Renner Penner Analyse also die „(…) Bewertung einzelner Geschäftsfelder bzw. Sortimentsbereiche nach der jeweiligen Ertragskraft.“
(Quelle: wirtschaftslexikon24.com; Zugriff 12. Februar 2018)

renner-penner

Mit Hilfe der Renner Penner Analyse wird also herausgefunden, wie sich ein Gericht verkauft und wie viel Gewinn es bringt. Mit dem Ergebnis können Sie Ihre Speisen in vier Kategorien einteilen:

Speisen, die

  • sich gut verkaufen, aber wenig bis gar kein Geld einbringen = RENNER
  • sich gut verkaufen und viel Geld einbringen = GEWINNER
  • sich nicht gut verkaufen und viel Geld einbringen = PENNER bzw. SCHLÄFER
  • sich nicht gut verkaufen und wenig Geld einbringen = VERLIERER

So führen Sie die Renner Penner Analyse am einfachsten durch

Man nehme also den berechneten Deckungsbeitrag und die Verkaufszahlen zum jeweiligen Gericht. Was im Normalfall doch etwas Aufwand und Rechnerei erfordert, ist für Sie als FoodNotify Kunde zum Glück ganz einfach.

Deckungsbeitrag berechnen

Nützen Sie hierfür gleich unseren Deckungsbeitragsrechner in Ihrem FoodNotify Konto. Alle individuellen Preise von Ihren Händlern und für jedes einzelne Produkt sind bereits in der Datenbank hinterlegt und werden automatisch zur Berechnung herangezogen. Einfacher geht’s nicht.

Übrigens haben wir vor ein paar Wochen einen Artikel zu Funktionen und Bedienung des Deckungsbeitragsrechners samt Video veröffentlicht. Wenn Sie mit dem Rechner noch nicht ganz vertraut sind, können Sie sich vorab noch mal genau anschauen, wie dieser funktioniert.

Verkaufszahlen eruieren

Ein Vorteil, den die Registrierkassenpflicht wenigstens gebracht hat. Denn dank der Registrierkasse werden alle verkauften Gerichte automatisch gespeichert. So erhalten Sie ganz einfach die gewünschten Informationen zu den jeweiligen Verkaufszahlen.

Gegenüberstellen

Der leichteste Teil der Übung. Stellen Sie bei jedem Gericht den Deckungsbeitrag und die Verkaufszahlen gegenüber. So können herausfinden, welcher Kategorie sich jede einzelne Position auf der Karte zuordnen lässt und wie wichtig sie demnach für den Gewinn ist.

Ein paar Tipps, was Sie mit diesem Wissen anstellen sollten

menu-card

Fördern Sie die Gerichte in der Kategorie Gewinner und Renner

Heben Sie die „Gewinner und Renner Speisen“ in Ihrer Speisekarte optisch hervor oder bewerben Sie diese mündlich (beispielsweise als Gericht des Tages oder Ähnliches). So werden Ihre Gäste verleitet die Speisen zu bestellen, die Ihnen den höchsten Gewinn einbringen.

Erkennen Sie Trends

Lässt sich ein Trend bei Ihrem erfolgreichen Angebot feststellen? Dann können Sie überlegen, ob Sie Ihr Angebot in diese Richtung ausbauen möchten. Oder gar einen Marketingschwerpunkt in diesem Bereich setzen wollen.

Streichen Sie ein paar Verlierer aus dem Angebot

Die Gerichte werden nicht bis kaum bestellt und selbst wenn, bringen Sie Ihnen kaum Gewinn. Warum also daran festhalten? Zumindest ein paar dieser Verlustbringer sollten Sie aus der Karte streichen.

Optimieren Sie Ihre Preise

Überlegen Sie sich auf Basis der Ergebnisse, bei welchen Positionen Sie die Preise erhöhen oder senken sollten. So können Sie auch die Gerichte der Kategorie Penner attraktiver machen.

Kommunizieren Sie die Ergebnisse an Ihre Service Mitarbeiter

Wissen ist Macht. Das gilt auch hier. Es ist absolut wichtig, dass auch Ihre Service Mitarbeiter über die Ergebnisse Bescheid wissen. Dass sie verstehen, warum welche Gerichte empfohlen werden sollten, oder eben nicht.

Warum es sich lohnt eine Speisekartenoptimierung durchzuführen

Ist es dieser Aufwand wirklich wert? Ja. Definitiv. Nur so erhalten Sie Klarheit über Ihre Gerichte und deren Beitrag zu Ihrem finanziellen Erfolg. Können Verlustbringer identifizieren und wirtschaftliche Prioritäten schneller erkennen.

Schlicht gesprochen: Nur mit der Renner Penner Analyse wissen Sie welche Gerichte Ihre Kassa zum Klingeln bringen und welche nicht und können danach handeln. Denn, so viel steht fest, nur weil sich ein Gericht beliebt ist und sich gut verkauft, heißt das noch lange nicht, dass es Sie auch finanziell weiter bringt.

Das zu wissen ist immer wichtig. Auch und vor allem wenn es gut läuft. Denn dann beginnt man pragmatisch zu werden. „Rennt ja eh alles gut. Geht sich schon alles aus“ denkt man sich vielleicht und lässt es einfach laufen; und sich somit wichtige Einnahmen entgehen.