Die Gastronomiebranche ist so spannend und faszinierend wie kaum eine andere. Auch im neuen Jahrzehnt wird sie nichts von ihrem Wettbewerbsdruck und ihrer Unvorhersehbarkeit verlieren. Einige Dinge zeichnen sich jedoch bereits ab. Gutes Essen und Top-Service werden weiterhin erfolgsentscheidend sein. Genauso wie das Thema Digitalisierung, das die Gastronomie noch stĂ€rker prĂ€gen wird. Wir haben einige Beispiele fĂŒr Sie skizziert, wohin sich die Gastronomie bis 2030 entwickeln könnte – respektive wird.


Trend 2030: mehr digitale Automation in der Gastronomie

Speziell in der Groß- und Konzeptgastronomie werden digitale Technologien im neuen Jahrzehnt einen Großteil traditioneller Arbeitsprozesse automatisiert haben. Folgend nur einige von vielen digitaltechnologischen Themenfeldern.

IoT – Internet of Things
Der Trend geht immer mehr zu cloud-basierten Datenbankcentern, die GerĂ€te und Prozesse digital miteinander verbinden. Damit wird die Arbeit des Personals intelligent vereinfacht: die Steuerung der Speisenzubereitung, das Updaten von KĂŒchengerĂ€ten, das QualitĂ€ts- und Hygienemanagement und vieles mehr. Zudem wird es dank digital-smarter Tools möglich sein, immer grĂ¶ĂŸere Datenmengen zu sammeln und damit ProduktivitĂ€t und Umsatz zu steigern.

KĂŒnstliche Intelligenz
KĂŒnstliche Intelligenz (KI) ermöglicht Gastronomiebetrieben, in Echtzeit mit einem sich entwickelnden digitalen Ökosystem aus Apps, Dienstleistungen und persönlichen KI-Assistenten wie Siri oder Alexa zu interagieren. Neue Datenfunktionen werden nutzbar, um dynamische MenĂŒs mit Echtzeit-Preisgestaltung zu entwickeln, die auf Angebot und Nachfrage reagieren können. Zu den relevanten Daten ĂŒber den Restaurantbetrieb werden Details ĂŒber ErnĂ€hrung, Zubereitungsmethoden, Zutaten und die Authentifizierung der Lieferkette gehören.

Kulinarische KI
Wozu eine KI ebenso in der Lage ist, wenn sie unzĂ€hlige Dateninformationen ĂŒber Lebensmittel, Zutaten, chemische Verbindungen und KundengeschmĂ€cker analysieren und synthetisieren kann? Sie wird Rezepte kĂŒnftig eigenstĂ€ndig kreieren können – und damit vielleicht Ă€hnlich wichtig und bekannt werden wie Koch, Barista und Barkeeper.

Bionisches Restaurant
Auch Robotik wird langsam aber sicher einen höheren Stellenwert erhalten. Die Systeme werden immer ausgefeilter und unterstĂŒtzen das Personal bei diversen TĂ€tigkeiten in der RestaurantkĂŒche sowie im Gastraum, hier zum Beispiel als Serviceassistent. Touchscreen-BestellstĂ€nde mit integrierter Gesichtserkennung finden ebenso immer mehr Anwendung. KI-gesteuert erlauben sie es vor allem großen Gastronomieunternehmen, ihre Kunden genauesten kennen zu lernen respektive ihre geschmacklichen Vorlieben zu „erlernen“.


Trend 2030: das Restaurant als neue Definition(en)

Bei aller Digitalisierung und Technisierung: Ein Großteil der Restaurants wird auch in Zukunft ein Begegnungsbiotop sein, in denen sich Menschen treffen, um miteinander zu genießen und zu kommunizieren. Ein Ort, an dem die QualitĂ€t der Speisen genauso wichtig sein wird, wie das Interieur-Design und der persönliche Service durch das Bedienpersonal. Dennoch wird sich die Definition von „Restaurant“ weiter verĂ€ndern.

So werden sich nicht wenige Gastronomiebetriebe zu Hybridmodellen weiterentwickeln, die eine Kombination aus Thekenservice, Vollservice, Lieferung sowie Abholung sind. Ghost Kitchen, also rein virtuelle Lieferrestaurants, sind noch weiter auf dem Vormarsch. Und es zeichnet sich ein weiterer Trend ab: Es wird mehr Lebensmittelhallen geben, die es vor allem stressgeplagten GroßstĂ€dtern ermöglichen, zweierlei unter einem Dach miteinander zu verbinden: bei EinzelhĂ€ndlern Nahrungsmittel einzukaufen und sich in Restaurants verköstigen zu lassen.


Trend 2030: Margendruck in der Gastronomie nimmt zu

Manager und Controller wollen wissen, ob ihr Gastronomiebetrieb profitabel ist. Daran wird sich wenig Ă€ndern, denn der Margendruck im neuen Gastronomie-Jahrzehnt wird weiter steigen. Schließlich tun es die Kosten fĂŒr Personal, Lebensmittel und BetriebsfĂŒhrung ja auch.

Oder Stichwort „Immobilien“: Ein noch hĂ€rterer Wettbewerb speziell in der System- und Konzeptgastronomie bedeutet noch mehr Wettbewerb um die attraktivsten Standorte. Und weil die Nachfrage den Preis bestimmt, werden auch die Immobilienkosten vor allem in den Top-Lagen weiter nach oben gehen.

Auch die Investitionen in digitale Technologien sind nicht zu vernachlĂ€ssigen – speziell fĂŒr große, komplex strukturierte Gastronomiebetriebe. FĂŒr kleinere Betriebe wird es vergleichsweise einfach und kostengĂŒnstig, Softwaresysteme in ihre betrieblichen AblĂ€ufe zu integrieren. Diese Systeme werden alles abbilden, von Bestellung ĂŒber Lieferung bis Live Controlling aller Key Performance Indicators.


Trend 2030: mehr DiversitÀt in der Gastronomie

Der demografische Wandel ist Ă€ußerst gesellschaftsrelevant – und damit auch fĂŒr die Gastronomiebranche sehr wichtig. Die Lebenserwartung steigt, die Geburtenrate stagniert. Bestenfalls. Ergo: Wo immer weniger junge Menschen „nachwachsen“, wird es immer schwieriger, eine neue Gastronomie-Generation zu rekrutieren und aufzubauen. Das fĂŒhrt dazu, dass die Gastronomie mehrgleisig agieren muss und wird.

Gastronomie 2030: mehr Àltere Arbeitnehmer mit TechnologieverstÀndnis

Trend 2030: mehr Nachhaltigkeit

Wir erwarten, dass das Thema Nachhaltigkeit bis 2030 weitgehend in jedem Restaurantbereich integriert sein wird. Vor allem große Gastronomiebetriebe werden intelligent miteinander vernetzte, energieeffiziente KĂŒchengerĂ€te nutzen.

Auch Recyclingprogramme sind schon bald ganz normal: So können neben LebensmittelabfĂ€llen auch Verbrauchsartikel wie Servietten und Seifen kompostiert werden. Einweg-Plastik geht es ja ohnehin schon an den Kragen. Ob jedoch Zuckerrohr, Bambus oder MaisstĂ€rke wirklich nachhaltige Plastikalternativen fĂŒr Besteck und Geschirr sein werden, wird man sehen.

Was sich aber schon heute deutlich zeigt – bei Lebensmitteleinkauf und Speisenzubereitung: Der Trend in Richtung 100% biologisch angebaute Zutaten von lokalen und regionalen Produzenten wird sich noch weiter manifestieren. Hier spielen pflanzliche Produkte eine große Rolle, da sie nicht nur bei Veganern immer beliebter werden.

Trend 2030: mehr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesund und frisch wird ein Erfolgsrezept fĂŒr die Gastronomie bleiben. Jedoch muss sie kĂŒnftig noch innovativer und kreativer sein – und Gerichte zubereiten, die auch fĂŒr Kinder gesund sind. 

Denn es wird immer mehr Menschen mit NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten geben. Sogar Herzkrankheiten oder Diabetes werden die Speisenzubereitung der Zukunft beeinflussen. Restaurants werden darauf zum Beispiel mit personalisierten Speisenkarten reagieren, die alle sensiblen Inhaltsstoffe fĂŒr die GĂ€ste berĂŒcksichtigen. Auch verschreibungspflichtige Mahlzeiten sind nicht unwahrscheinlich – was tatsĂ€chlich eine neue Speisen-Kategorie bedeuten wĂŒrde.

Und last but not least, worum die Gastronomie in jedem Fall nicht herum kommen wird: echte Lebensmitteltransparenz – denn sie wird von allen GĂ€sten verstĂ€rkt nachgefragt werden. Blockchain und andere RĂŒckverfolgbarkeitstechnologien haben da riesiges Potential. Mit ihrer Hilfe werden Lieferketten und damit alle Zutateninformationen lĂŒckenlos fĂŒr den Gast sichtbar, von Herkunft ĂŒber Anbaumethoden bis zu Lieferanten. 


Auf ein neues faszinierendes Gastronomie-Jahrzehnt!

Wie gesagt, die Gastronomie bleibt bis 2030 und darĂŒber hinaus Ă€ußerst spannend und faszinierend. Wir von FoodNotify werden ihre digital-technologische Reise auch weiterhin leidenschaftlich begleiten – und nehmen Sie gerne dabei mit. Schauen Sie einfach regelmĂ€ĂŸig hier vorbei!