Es wird ernst! Nach dem Ende der einjährigen Umsetzungsphase wird ab 13.12.2015 auch die unzureichende oder fehlende Umsetzung der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) in Österreich strafbar sein.

Die LMIV wurde im Jahr 2011 eingeführt und trat am 13. Dezember 2014 in Kraft. Die Verordnung (Nr. 1169/2011) zielt darauf ab, die Verbraucher über die Inhaltsstoffe von verpackten und unverpackten Lebensmitteln zu informieren, die Allergien oder Unverträglichkeiten verursachen können. Das Etikett, das bereits seit 2005 für verpackte Waren vorgeschrieben ist, wurde auf so genannte „lose Waren“ ausgedehnt. Aus diesem Grund sind die Gastronomen verpflichtet, ihre Kunden über alle Allergene in ihren Produkten zu informieren oder sie professionell zu etikettieren.

Wir werden Ihnen sagen, welche Dinge Sie in der LMIV-Implementierung beachten müssen und wie Sie wertvolle Zeit sparen können!

So wird das LMIV implementiert!

Bis zum 13.12.2014 müssen alle verkauften Lebensmittel – lose oder verpackt – mit den 14 Hauptallergenen gekennzeichnet sein. Im Falle von offenen oder losen Lebensmitteln kann dies auch nur durch mündliche Informationen erfolgen. Bis zum 13.12.2015 muss die Personalschulung für die mündliche Information abgeschlossen sein.

Die WKO informiert auf ihrer Website wie folgt:

Die Informationen sind dem Endverbraucher unaufgefordert zugänglich zu machen (schriftliche Angaben nach Absatz 3 1). Die Verpflichtung zur Auskunft gilt auch als erfüllt, wenn es an einem sichtbaren Ort klar und deutlich lesbar ist oder dass die Informationen mündlich auf Anfrage vorliegen. Diese mündliche Information muss von geschulten Personen durchgeführt werden, wobei die Ausbildung mindestens alle drei Jahre wiederholt wird und der Nachweis der Ausbildung dokumentiert sein muss (mündliche Angaben gemäß § 3 Abs. 2 und 3).

(Quelle: Website des WKO, Zugang: 21. 12. 2015)

Worauf Sie achten müssen!

Obwohl jede österreichische Gastronomie frei zwischen mündlicher und schriftlicher Übermittlung der Information wählen kann, empfehlen die EU und die WKO eindeutig die schriftliche Information. In Bezug auf den Verwaltungsaufwand – wenn auch auf den ersten Blick vielleicht überraschend – ist die schriftliche Markierung unkomplizierter und auch unser Ratschlag! Gäste schätzen schriftliche Information, so können sie sich selbst informieren, ohne zu fragen. Für Sie bedeutet das nicht nur zufriedene Kunden, sondern auch weniger Zeitaufwand für Ihr Servicepersonal. Anstelle der mündlichen Informationen können sich die Mitarbeiter auf das Tagesgeschäft konzentrieren!

Worauf bei der schriftlichen Etikettierung zu achten ist!

  • Schriftliche Kennzeichnung von Allergenen:
    Direkt auf der Speisekarte (Essen, Menü, Getränke)
    Auf einem Schild in der unmittelbarer Nähe eines Lebensmittels oder direkt darauf
  • Die schriftliche Etikettierung kann mit Symbolen oder Abkürzungen erfolgen.
  • Offensichtliche Zutaten müssen nicht angegeben werden. Die Tatsache, dass der Gast selbst bemerkt, dass eine Sellerie-Crème-Suppe auch Sellerie enthält, ist ihm zum Glück zuzutrauen (auch nach der EU-Regulierung).
  • Das Menü muss die Notiz „Allergeninformationen nach Codex-Empfehlung“ enthalten.
  • IEs wird auch empfohlen, die folgenden Aussagen in allen Ihren Menüs aufzuheben, um sich vor möglichen Haftungsansprüchen zu schützen:
    • „Sie werden benannt, wenn die bezeichneten Stoffe oder Produkte als Bestandteil des Endprodukts enthalten sind.“
    • „Die 14 Allergene werden nach den gesetzlichen Anforderungen identifiziert (EU-Lebensmittelinformationsregulierung 1169/2011). Es gibt auch andere Substanzen, die Nahrungsmittelallergien oder Unverträglichkeiten verursachen können.“
    • „Trotz sorgfältiger Vorbereitung unserer Gerichte können die markierten Zutaten auch Spuren anderer Substanzen enthalten, die in den Produktionsprozessen unserer Lebensmittel verwendet werden.“

 

Mündlich informieren! Warum reden nicht genug ist!

Um auf Wunsch der Gäste über verschiedene Allergene informieren zu können, ohne an den Karten etwas zu verändern, klingt auf den ersten Blick nach der einfachsten und unbürokratischsten Variante. Leider klingt es jedoch einfacher als es ist. Denn wer informiert ist, muss jederzeit informiert werden.

Was bedeutet das für Sie? In Ihrem Unternehmen benötigen Sie mindestens einen geschulten Mitarbeiter, der anwesend sein muss, um den Gästen detaillierte Informationen zur Verfügung stellen zu können. Auch Mitarbeiter sind manchmal krank oder haben einen Tag frei – also wird ein Mitarbeiter nicht genug sein. Das Training kann von Ihnen oder extern durchgeführt werden. Aber Sie müssen auch schriftlich über die mündliche Information berichten und auch die Dokumentation der Allergene in der Nahrung müssen intern schriftlich festgehalten werden. Trotz einer mündlichen Variante müssen Sie also eine schriftliche Dokumentation vorbereiten.

Was zu beachten ist, wenn eine mündliche Umsetzung des LMIV durchgeführt wird!

  • Ihre Mitarbeiter müssen geschult werden
  • Während der Öffnungszeiten muss ein ausgebildeter Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
  • Die Ausbildung muss von einem Allergen-Spezialisten in Ihrem Unternehmen durchgeführt werden, oder Ihre Mitarbeiter nehmen an einem externen Training teil.
  • Ein Allergen-Spezialist ist der Chef, Standortleiter, Geschäftsführer, Küchenchef, Service Manager etc. oder jemand, der sich mit dem Thema vertraut gemacht hat. Diese Person sollte auch in der Lage sein, andere über Ihr Unternehmen zu informieren.
  • Jede Schulung muss dokumentiert werden. Das gleiche gilt für Ihre Mitarbeiter. Auch hier muss es schriftlich dokumentiert werden, welche Mitarbeiter zu welcher Zeit an welchem Training teilgenommen haben.
  • Der Nachweis der ersten Ausbildung erfolgt spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten (13. Dezember 2015).
  • Das Training muss alle drei Jahre wiederholt werden.
  • Eine Notiz in Ihrem Menü oder an einem deutlich sichtbaren Ort im Restaurant muss die folgenden oder ähnliche Wörter enthalten: „Sehr geehrter Gast, wir informieren Sie gerne über die allergenen Zutaten in unseren Gerichten.“
  • Die Angaben über allergene Stoffe müssen in jedem Fall auf schriftlichen Unterlagen beruhen.

Unabhängig davon, ob mündliche oder schriftliche Informationen, schriftliche Dokumentation der verfügbaren Allergene in Ihrem Essen ist obligatorisch!

Die Novelle zur LMIV von 2017

Mit 01.10.2017 wurde in Österreich eine Novelle zur verpflichtenden Allergenkennzeichnung erlassen. Angeblich, um die Gastronomen ein wenig vom bürokratischen Aufwand zu nehmen. So fallen hierzulande seit Oktober 2017 die verpflichtenden Schulungen für qualifiziertes Personal und dessen Wiederholung für alle weg. Schriftlich reicht nun eine eigene Allergikerkarte. Aber lassen Sie sich nicht von politischen Reden blenden. Die schriftliche Dokumentation über die Hauptallergene in Ihren Speisen sowie die laufende Aktualisierung der Informationen bleibt weiterhin verpflichtend. Für mehr Informationen lesen Sie am besten unseren Artikel was die Novelle zur Allergenkennzeichnung tatsächlich bringt.

Die LMIV Eckpunkte auf einen Blick!

Worüber wird informiert?
Die 14 Hauptallergene bei losen und verpackten Lebensmitteln.

Wie werden die Informationen bereitgestellt?
Mündlich oder schriftlich.
Egal für welche der beiden Möhglichkeiten Sie sich entscheiden, schriftliche Dokumentation müssen für alle Speisen und Getränke erfolgen. Sie muss präzisieren, welche Zutaten für Ihre Rezepte verwendet wurden und welche Allergene sie enthalten. Diese Dokumentation muss auf Anfrage vorliegen.

Wann sind die Informationen notwendig?
Die LMIV trat am 13.12.2014 in Kraft. Die Informationen müssen unaufgefordert für die Gäste bereitgestellt werden und alle Mahlzeiten und Getränke (einschließlich Tagesgerichte oder ähnliches) enthalten. Wenn Änderungen an den Zutaten innerhalb eines Rezepts vorgenommen werden, muss sofort ein neues Etikett ausgestellt werden, wenn sich das Hauptallergen verändert hat.

Ein großer zusätzlicher Verwaltungsaufwand? Wie Sie bei der Umsetzung des LMIV wertvolle Zeit sparen können!

Ob mündlich oder schriftlich, die Verwaltungskosten der Umsetzung sind hoch. Allerdings müssen die Zutaten der Gerichte sorgfältig beleuchtet werden, die Menüs neu gestaltet, die Schilder geändert oder das Personal geschult werden. Arbeit und Zeit, die Sie sicherlich anders verwenden möchten.

Zum Glück ist das nicht nötig! Um viel Zeit und Nerven zu sparen, musst du nur eine Entscheidung treffen: FoodNotify für die Implementierung des LMIV zu nutzen!

Mit FoodNotify können Sie einfach und schnell Menüs mit Allergen-Etikettierung erstellen. Im Durchschnitt dauert dies 4-6 Minuten, je nach Umfang des Rezepts. Wählen Sie aus der 450.000 starken Datenbank Ihre gebrauchten Zutaten und erstellen Sie Ihre Rezepte. Oder passen Sie eines der fertigen Rezepte aus der Datenbank an. Schließlich werden die im Rezept enthaltenen Allergene automatisch angezeigt.

Mit den fertigen Rezepten können Sie Ihr Menü mit dem Allergen-Label, Logo und nach Ihren Wünschen ausdrucken. Die Pflichtlegende („Allergeninformation nach der Codex-Empfehlung“) wird automatisch als Fußnote eingefügt!